Die kleinen, aber feinen Unterschiede: Spanien und Deutschland

Por: Tandem  24/06/2014
Palabras clave: Spanischkurs Madrid, spanischkurse in madrid

Zeitverschiebung der etwas anderen Art Für diejenigen, die nach Spanien reisen und aus dem Flugzeug aussteigen, mögen sich vielleicht fragen: Muss ich meine Uhr umstellen? Nein. Doch trotzdem: die Tage sind lang, die Sonne geht sehr spät unter. Ein paar Tage hier verbracht kommt der Gedanke wieder… “Da muss es doch eine Zeitverschiebung geben.” Ganz unrecht hat man da nicht. Ganz recht aber auch nicht. Spanien lebt seit gut 70 Jahren in der falschen Zeitzone: eigentlich gäbe es schon eine Stunde Zeitverschiebung, jedoch wurde 1940 aus politschen Gründen in die Mitteleuropäische Zeit gewechselt. Trotzdem exisitert immer noch eine gewisse Zeitverschiebung für den Deutschen. Dass die Essenszeiten hier ein bischen anders sind (Mittagessen zwischen 15-16 Uhr und Abendessen zwischen 21-23 Uhr) ist da noch absehbar. Es geht später in die Arbeit, später ins Nachtleben, später ins Bett – Der ganze Tagesablauf einfach um ein paar Stunden verschoben. Im Alltag Unterschiede gibt es natürlich nicht nur im Tagesrhythmus, sondern auch im Umgang mit den Spaniern. Um nicht in ein Fettnäpchen zu treten, hier ein paar wesentliche Dinge: Die Hand zur Begrüβung gibt man sich hier eher selten, Küsschen links, Küsschen rechts zwischen Männern, zwischen Frauen, zwischen Mann und Frau ist angebracht. Des Weiteren versüβlichen die Spanier gerne alles und sprechen hauptsächlich mit Diminutiven (“Häuschen, Bierchen, Sträβchen und so weiter). Doch das ist noch nicht alles, man redet sich hier ständig mit Kosenamen an – auch fremde Leute. Vielen Dank mein Herz, Himmel, Sohn etc. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Erschrick also nicht, wenn dich im Supermarkt jemand mit Schatz anspricht.  Beim Ausgehen… Wenn man sich zum weggehen trifft, wird nicht gleich in die nächste Bar gestürmt. Hier wird sich erst einmal ausgiebig begrüβt und sich gegenseitig auf den neuesten Stand gebracht. Hat man dann später einen Ort gefunden, wird es in einer gröβeren Gruppe manchmal schwierig einen Platz zu finden. Auf keinen Fall darf man sich hier zu anderen Leuten an den Tisch setzen. Dies zeugt von wenig Respekt. Was man durchaus tun kann, ist nach einem Stuhl zu fragen. Auβerdem geht man immer dort hin, wo am meisten Leute sind, auch wenn fast kein Platz mehr ist. Neigt sich der Abend zu Ende, zeigt sich noch ein groβer kultureller Unterschied: das Bezahlen. Hier wird zusammen bezahlt, egal wer was getrunken hat, die Rechnung wird gerecht auf alle verteilt. Wichtiger ist hier das Beisammensein und nicht der Wert des Getränks. Salopp gesagt zahlt man dafür, dass man in Gesellschaft ist, und nicht, das was man getrunken oder gegessen hat. Trinkgeld wird deswegen auch zu Lasten der Bedienungen sehr wenig gegeben, da es nur eine Rechnung gibt. Jedoch freuen sich die Kellner, wenn jemand mal mehr gibt. Das sind einige Unterschiede, die auf den ersten Blick ins Auge fallen… Es gibt hier noch viel mehr, aber diese solltet ihr einfach selbst herausfinden. Viel Spaβ beim spanisch Lernen und dem Entdecken einer etwas anderen Kultur! Lisa Kunert – Tandem Madrid: Spanischkurse in Madrid: http://de.tandemmadrid.com/

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